Komposter – Infos, Tests und Empfehlungen

Eigener Kompost hat viele Vorteile gegenüber den käuflichen Produkten. Der Wichtigste: Sie wissen selbst am besten, was in Ihrem Kompost drin steckt, denn Sie haben ihn ja selber hergestellt. Egal, ob mit dem herkömmlichen Komposthaufen, einem Schnellkomposter oder dem drehbaren Trommelkomposter: Sie wissen, was Sie dazugegeben haben, um diesen Kompost herzustellen.

Nun gibt es aber die verschiedensten Komposter auf dem Markt, und einige haben auch eklatante Schwächen. Mit diesen Kompostern werden Sie auf Dauer keine Freude haben.

Auf dieser Seite finden Sie ausführliche Informationen, Produktvorstellungen, Tests und Angebote, um einen hochwertigen Komposter zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis zu bekommen.

Warum ich diese Seite erstellt habe? Es gibt doch schon tausende davon?

Das ist einfach erklärt: Ich mache mir meinen Kompost im Garten schon seit über 30 Jahren alleine, angefangen mit einem einfachen Komposthaufen, perfektioniert mit dem 3 – Kammer – System, und neuerdings auch mit Schnellkompostern. Dabei habe ich viele Systeme gekauft und eingesetzt, und es gibt eine ganze Menge, die mich nicht überzeugt haben. Die waren billig, aber das Geld hätte ich besser auch verschenken können. Denn nach einem Gartenjahr habe ich sie entsorgt.

Damit Ihnen das nicht auch passiert, Sie müssen ja nicht auch diverse Komposter testen, um den optimalen zu finden, gibt es diese Seite.

Thermokomposter – der Aufbau

Bevor Sie sich nun entscheiden, auch einen Thermokomposter in Ihren Garten zu stellen, müssen einige Überlegungen angestellt werden, damit es nicht zu einem Fehlkauf führt. Zu beachten sind dabei besonders folgende Aspekte:

  • Wieviel Gartenabfall fällt bei mir überhaupt an? Möchte ich nur Abfälle aus dem Garten kompostieren, oder auch aus der Küche?
  • Wo stelle ich den Komposter am besten hin? Moderne Schnellkomposter verbreiten zwar kaum noch Gerüche, aber vom Sitzplatz im Garten oder von der Terrasse sollte er doch besser einige Meter entfernt sein.
  • Ist der Aufstellplatz windgeschützt? Es gibt einige Komposter, die halten auch stärkeren Wind aus, aber die meisten werden sich bei heftigen Winden wohl davon machen, besonders, wenn sie noch leer sind. Eine Verankerung im Boden kann helfen, muß dann aber bei der Wahl des Platzes mit berücksichtigt werden.

Einfach nur den billigsten Komposter kaufen, irgendwo im Garten verstecken und hoffen, daß bald frische Komposterde zur Verfügung steht, funktioniert in den wenigsten Fällen. Das habe ich alles hinter mir, und so manchen Reinfall erlebt.

Etwas mehr recherchiert und den passenden Komposter angeschafft, kann eine weise Entscheidung sein. Es muß nicht der teuerste sein (auch bei hochpreisigen Produkten ist nicht alles bestens), er muß einfach für Ihren Garten passen und das machen, wofür er gedacht ist.

Thermokomposter – der Standort

Die Wahl des richtigen Standorts für den Thermokomposter ist entscheidend für den Kompostierungsprozess. Ein halbschattiger Platz ist empfehlenswert, da der Komposter so weder direkter Sonneneinstrahlung noch zu starker Auskühlung im Winter ausgesetzt ist. Der Boden sollte eben und gut durchlässig sein, um Staunässe zu vermeiden. Idealerweise wird der Komposter direkt auf dem Boden aufgestellt, damit Bodenorganismen aktiv mitwirken können.

Beim Anlegen empfiehlt es sich, zunächst eine Schicht grobes Material wie Äste oder Strauchschnitt einzubringen. Diese sorgt für Belüftung und verhindert Wasserstau. Wichtig ist zudem, regelmäßig den Feuchtigkeitsgehalt zu kontrollieren: Ist der Kompost zu nass, kann er faulen; ist er zu trocken, verläuft die Zersetzung nur sehr langsam. Ein bewährter Tipp ist, feuchte Küchenabfälle mit trockenen Gartenabfällen zu mischen, um ein ausgewogenes Verhältnis zu schaffen.

Zur Pflege gehört auch das gelegentliche Umsetzen oder Durchmischen, um Sauerstoff einzubringen. Bei doppelwandigen Modellen bleibt die Wärme länger erhalten, was besonders in kälteren Jahreszeiten von Vorteil ist. Wenn der Behälter leer ist, sollte er gereinigt werden, um Geruchsbildung vorzubeugen und die Hygiene zu gewährleisten.

Befüllen und Materialwahl: Das A und O für guten Kompost

Die Zusammensetzung des Kompostmaterials ist entscheidend für die Qualität des Endprodukts. Gartenabfälle wie Rasenschnitt, Laub, Pflanzenreste und pflanzliche Küchenabfälle eignen sich hervorragend. Gekochte Speisereste, Fleisch oder Milchprodukte sollten hingegen nicht kompostiert werden, da sie unerwünschte Tiere anziehen und die Kompostierung stören können.

Die Wahl zwischen einem einfach- oder doppelwandigen Thermokomposter beeinflusst die Wärmespeicherung. Doppelwandige Modelle halten die Temperatur stabiler, was die Mikroorganismen fördert und die Umwandlung beschleunigt. Einfachwandige Modelle sind zwar leichter, isolieren jedoch weniger gut.
Ein praktisches Beispiel: Im Frühling und Sommer fällt meist mehr organisches Material an, sodass mehrere Schichten eingefüllt werden können. Im Herbst empfiehlt es sich, Laub mit nährstoffreichen Küchenabfällen zu mischen, um ein ausgewogenes Verhältnis von Kohlenstoff zu Stickstoff zu erreichen. Regelmäßige Kontrolle und Anpassung sorgen für eine gleichmäßige Kompostierung.

Abschließend betrachten wir, wie der fertige Kompost genutzt werden kann und warum er so wertvoll für den Garten ist.

Kompost nutzen und nachhaltig gärtnern

Der fertige Kompost aus dem Thermokomposter ist ein echter Schatz! Er verbessert den Boden, indem er Nährstoffe zurückgibt und die Bodenstruktur fördert. Er eignet sich hervorragend zum Düngen von Beeten, als Beimischung zu Pflanzsubstraten oder als Mulchschicht für Sträucher. Die Nutzung des eigenen Komposts reduziert Gartenabfälle und unterstützt eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft im Garten – ein großer Vorteil.

Mit einem Thermokomposter können Sie organische Abfälle effizient verwerten und gleichzeitig die Bodenfruchtbarkeit steigern. Wenn Sie den richtigen Standort wählen, die Befüllung anpassen und regelmäßig pflegen, schaffen Sie eine hervorragende Grundlage für einen erfolgreichen Kompostierungsprozess.
Zum Abschluss möchte ich Ihnen noch einige Gedanken mitgeben, die Ihnen bei der Entscheidung für das passende Kompostiersystem helfen können.

Welche Nachteile hat ein Thermokomposter?

Im Vergleich zu offenen Komposthaufen gibt es beim Thermokomposter einige Einschränkungen. Die Belüftung ist nicht immer optimal, was bei unsachgemäßer Befüllung zu Geruchsbildung führen kann. Das Fassungsvermögen ist oft begrenzt, sodass größere Mengen Gartenabfälle nicht auf einmal verarbeitet werden können. Zudem gestaltet sich das Entnehmen des fertigen Komposts manchmal etwas umständlicher als bei klassischen Varianten, da der Zugang durch die Bauweise eingeschränkter ist. Außerdem sind Thermokomposter in der Anschaffung meist etwas teurer als einfache Komposthaufen.

Was unterscheidet einen normalen Komposter von einem Thermokomposter?

Vereinfacht gesagt, ist ein Komposter ein Sammelbegriff für alle Behälter, die zur Umwandlung organischer Abfälle in Kompost dienen. Offene Komposter, oft aus Holz oder Draht, sind sehr gut belüftet, was den Verrottungsprozess fördert. Thermokomposter hingegen sind geschlossene Behälter, überwiegend aus Kunststoff, die durch ihre Isolierung im Inneren höhere Temperaturen erreichen. Das beschleunigt den Rotteprozess und macht die Kompostierung schneller. Ein angenehmer Nebeneffekt ist, dass die geschlossene Bauweise Schädlinge fernhält und vor Regen schützt. Die Wahl hängt von Ihren individuellen Bedürfnissen und den Gegebenheiten Ihres Gartens ab.

Welcher Thermokomposter ist der beste?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Der beste Thermokomposter hängt von verschiedenen Faktoren ab: Wie viel Fassungsvermögen benötigen Sie? Wie wichtig sind Materialqualität und Isolierung? Doppelwandige Modelle sind oft besser, da sie die Wärme besser halten und die Kompostierung dadurch schneller verläuft. Auch die Handhabung ist entscheidend – lässt sich der Kompost leicht entnehmen? Es empfiehlt sich, verschiedene Modelle hinsichtlich Stabilität, Aufbau und Langlebigkeit zu vergleichen. Achten Sie auf robuste Materialien und eine gut durchdachte Belüftung, das macht einen großen Unterschied.

Warum sollte man Äpfel besser nicht auf den Kompost werfen?

Fallobst wie Äpfel sollte nur sehr sparsam kompostiert werden. Der hohe Zuckergehalt zieht schnell Schädlinge wie Wespen oder Fruchtfliegen an. Zudem können faulende Äpfel Pilzsporen oder Krankheitserreger in den Kompost einbringen, die sich später auf andere Pflanzen ausbreiten können. Wenn Sie Äpfel dennoch kompostieren möchten, empfiehlt es sich, sie vorher zu zerkleinern und gut mit anderen Materialien zu mischen. Das minimiert die Risiken.